AIDS – Die vergessene Krankheit?

November 22, 2008

arte.tv hat zum Welt-AIDS-Tag eine neue Dokumentation über den aktuellen Stand zu HIV / AIDS produziert. Der Beitrag unter dem Titel „AIDS – Die vergessene Krankheit“ hat am 1.12. um 22.30 Uhr im Fernsehen Premiere.

„In Westeuropa führen Aids-Patienten heute ganz unterschiedliche Leben. Da gibt es die medikamentös gut eingestellten HIV-Infizierten, die einer regelmäßigen Arbeit nachgehen, aber auch diejenigen, die unter den Folgen von Infektion und Krankheit leiden. Womit sie alle noch häufig konfrontiert sind, sind mangelnde Solidarität, Vorurteile und irrationale Ängste – auch heute noch, 25 Jahre nach Entdeckung des Virus und umfassenden Präventionskampagnen.“

Für diese Dokumentation wurden von der engagierten und sehr respektvoll-feinfühlig vorgehenden Kölner Regisseurin Sabine Goette unter anderem 4 Menschen mit HIV und AIDS interviewt, welche die unterschiedlichen Faccetten des Lebens mit HIV im Jahr 2008 repräsentieren. Ich selber wurde angesprochen als Interviewpartner für eine langes Überleben mit HIV, für Lebensfreude und einen optimistischen Blick in die Zukunft, aber auch für erlebte Trauer und Verluste.

Innerhalb einer so umfassend angelegten Dokumentation kann leider nur ein winziger Bruchteil des 2 1/2 Stunden-Interviews mit mir in den Beitrag aufgenommen werden. Ich habe es Frau Goette wahrlich nicht leicht gemacht. Die Auswahl viel ihr schwer, wie sie mehrfach bekundete. Das Leben mit HIV ist eben sehr vielschichtig und auch ich kann es nur aus verschiedenen Blickwinkeln beschreiben. Auf einen Punkt bringen, auf einen Satz reduzieren lässt es sich nicht.

Vom Schneidetisch der Produktion aus wurde ich angerufen und informiert, welche meiner Aussagen in die Dokumentation Eingang finden. Dieses Vorgehen steht beispielhaft für die gegenseitige respektvolle Kooperation im Entstehungsprozess des Beitrages. Die Auswahl findet meine volle Zustimmung.

Noch bevor Luc Montagnier und seine Mitarbeiterin Francois Barré-Sinoussi als Träger des diesjährigen Nobelpreises für Medizin bekannt gegeben wurden, führte Sabine Goette für die arte-Dokumentation ein Interview mit Montagnier.

Leider ist der Sendetermin doch auf den späten Abend gerutscht. Eine zeitnahe Widerholung ist laut webside von arte.tv nicht vorgesehen.

Jetzt bin ich gespannt darauf, das „Gesamtwerk“ zu erleben – und bin interessiert, wie die Reaktionen der Zuschauer ausfallen. Die Leser meines Blog ermuntere ich, im Anschluss an die Sendung der Dokumentation Leserzuschriften zu schicken an: multimedia@arte.tv, aber ebenso sind Kommentare hier im Blog  willkommen.

Die Dokumentation ist noch bis ca. 8.12. im Internet auf arte+7 zu sehen.

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