Älter werden mit HIV – Publikationen 2010 + 2011 (akt.)

März 12, 2010

Aktuelle Veröffentlichungen aus den Jahren 2010 und 2011 , die sich vor allem mit den sozialen und persönlichen Aspekten des “älter werden mit HIV” befassen. Diese Sammlung wird laufend aktualisiert.

deutschsprachige Veröffentlichungen:

06.03.2010 „Langzeitpositive und schwule Senioren sind Zeitzeugen vom Leben mit HIV“ – Vortrag von Michael Jähme auf den 13. Münchner AIDS-Tagen

11.03.2010: Zeit-Online „Die Überlebende – Sex, Drogen, Rock’n’Roll: Die Sängerin Patti Smith hat alle Extreme überstanden. Aber wie?“ von Christoph Amend

24.03.2010: evangelisch.de „Alt werden mit HIV: Nicht mit dem Alter gerechnet„- von Natalia Matter

28.04.2010: termabox „Plädoyer für eine Kultur wahrhaft humaner Solidarität mit HIV-Positiven

30.06.2010: Stern „22 Jahre mit HIV: Wie geht es Heidemarie Kremer heute?

19.07.2010 mdr-Radiointerview mit Filmemacher Michael Stock: „Man kann heute durchaus mit HIV alt werden“

25.07.2010: faz.net „Auch HIV-Infizierte können statistisch uralt werden“ – von Hildegard Kaulen

17./18.09.2010 Kongress „HIV im Dialog“ Schwerpunktthema: „Älter werden mit HIV“ (viele gehaltene Vorträge werden später im Archiv der webseite eingestellt)

10.2010: HIV&MORE: „HIV-Positive altern schneller„, Bericht vom 1st INTERNATIONAL WORKSHOP ON HIV & AGING, BALTIMORE, 4.-5. OKTOBER 2010

01.12.2010 Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag: „Alt werden mit HIV – Eine Betroffene erzählt“ – von Kay Müller

20.12.2010 Der Tagesspiegel: „Geschenkte Jahre“ – von Udo Badelt

11.01.2011: DAH, life+ Magazin zur Konferenz Positive Begegnungen 2010, (pdf) darin u.a.: Geschichte wirdgemacht (S.7), Keine Rechenschaft für Leidenschaft (S.12), Jede Generation hat anders HIV (S.24)

17.01.2011: Süddeutsche Zeitung, „Ich lasse mich nicht abdrängen“ – von S. Sälzer

28.01.2011: RP-online: „Alt werden mit dem tödlichen Virus“ von Jutta Laege

2011 Aidshilfe Köln / MED-INFO: „Länger leben – älter werden mit HIV“ (In dieser Broschüre wird der Zusammenhang zwischen HIV-Infektion, HIV-Behandlung und Alterungsprozessen erklärt.)

07.06.2011: Hannoversche Allgmeine (HAZ) : „Aids-Infizierte zeigen ihr Gesicht auf Stadtbahn inHannover“ – von Stefanie Nickel

05.11.2011 „Unsere Geschichte sind unsere Geschichten“ – von Michael Jähme (Vortrag auf der Präventionskonferenz der DAH 2011)

englischsprachige Veröffentlichungen:

thebody.com: Liste v. Basisartikeln zu „Ageing & HIV/Aids“

thebody.com: Liste v. Beiträgen: „Ageing with HIV/AIDS Research“

22.02.2010: aidsmap: „Many patients diagnosed with HIV today will have normal life expectancies, European studies find„- von Gus Cairns

10.03.2010: thebody.com: „An interview with Gary“ – von Olivia Ford

00.03.2010: thebody.com: „Twenty-Nine Years of Woman living With HIV: Past, Present and Future“ – von Terri L. Wilder

01.04.2010: dcagenda: What happened to silence = death? – von David Mixner

2010: HIV -Training and Ressource Initiative: „Coming of Age – a guide to ageing well with HIV“ – von Mike Youle und Gabrielle Murphy

04.01.2011: University of California: „As HIV population grows older, diseases of aging a new dilemma“ – von Andy Evangelista

14.02.2011: thebody.com: „The Long-Term Survivor Dilemma“ – von Nelson Vergel

30.05.2011: „Older AIDS survivors face new challanges“ – von Hannah Dreier

16.11.2011: „Ageing with HIV: attitudes and experiences of gay men shaped by length of diagnosis“ – von Michael Carter

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Publikationen aus dem Jahr 2009 hier

Publikationen vor 2009 hier

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Anders altern – Lesben und Schwule kommen in die Jahre (akt.)

Januar 21, 2010

Die Broschüre „Anders altern – Lesben und Schwule kommen in die Jahre – Informationen für Beschäftigte in der Altenpflege“ ist nun nach langer Vorlaufzeit veröffentlicht.

Zum Inhalt:

Die Informationen sollen dazu beitragen, die Bedürfnisse von älteren gleichgeschlechtlich liebenden Frauen und Männern zu erkennen und Sensibilität dafür zu entwickeln. Die Lebenssituation der Älteren soll somit sichtbarer werden. Dabei geht es auch darum, soziale Netzwerke zu planen und aufzubauen und Orte für ältere Lesben und Schwule zu konzipieren, damit sie ein selbstbestimmtes Leben im Alter führen können. Die Broschüre wendet sich sowohl an die Managementebene von sozialen Einrichtungen und Pflegeeinrichtungen als auch an deren Beschäftigte.

Bezugsadresse:

Hessisches Ministerium für Arbeit, Familie und Gesundheit

Referat II 2

Dostojewskistr. 4

65187 Wiesbaden

Tel. 0611/817-3858

Fax 0611/8908-4105

mailto: ulrich.bachmann@hmafg.hessen.de

(Nachtrag:) oder hier auch als pdf.


Das Trauma AIDS muss im Gespräch mit schwulen Senioren einen Platz haben

Juli 12, 2009

Auf dem Fachtag der AIDS-Hilfe Frankfurt „Leben im Alter – In Würde alt werden“ hielt ich am 11. Juli 2009 einen Vortrag zum Thema: „Noch ein paar schöne Jahre… – Perspektiven älterer schwuler Männer mit HIV“. Da ich in freier Rede gesprochen habe, skizziere ich im folgenden die wesentlichen Schwerpunkte meines Vortrages:

Wir werden immer älter. Und wir werden immer mehr! In der AIDS-Hilfe, wo ich arbeite, sind 25% der HIV-Positiven, deren Geburtsjahr bekannt ist,  50 Jahre und älter. Weitere 50% sind zwischen 40 – 50 Jahre alt.

Alt werden mit HIV, dies wurde bei bisherigen Fachtagungen, die sich mit dem schwulen älter-werden befassten, immer nur am Rande behandelt. Nun ist das älter-werden mit HIV seit 2008 auf medizinischen Kongressen ein etabliertes Themenfeld. Eigene Fachtagungen zu den diversen biografischen, psychologischen und sozialen Aspekten des älter-werden mit HIV stehen noch aus.

Durch das Erscheinen der Krankheit HIV/AIDS wurde eine ganze Generation schwuler Männer traumatisiert. Die Tragweite und Tiefe dieser Traumatisierung wird sich in Zukunft mit dem Älter-werden dieser schwulen Generation und dem Älter-werden HIV-positiver Menschen wahrscheinlich erst noch zeigen. Es gilt, sich darauf vorzubereiten.

Im historischen Rückblick ist schwulen Männern die Traumatisierung der Adenauer-Ära als Zeit der Kriminalisierung von Homoexualität ein fester Begriff.

Die durch AIDS seit Beginn der 80er Jahre einsetzende Phase erneuter, andersartiger aber nicht minder schwerer Traumatisierung, erscheint erst heute, wo zuverlässige medizinische Erfolge der Behandlung der HIV-Infektion sich eingestellt haben, als „Ära“ ein- und abgrenzbar.

Dass selbst das RKI im Mai 2009 davon spricht, dass „AIDS eine weitgehend vermeidbare Komplikation einer HIV-Infektion“ geworden ist,  bestärkt meinen Eindruck, dass wir eine schwere Zeit hinter uns gelassen haben und eine wieder leichtere Zeit begonnen hat.

Im Älter-werden und im Lebensrückblick schwuler Senioren erscheint es mir sehr wahrscheinlich, dass sowohl von schwulen HIV-Positiven, welche ihre frühe Diagnose bis heute überlebt haben, als auch von schwulen Senioren, die bis heute HIV-negativ geblieben sind, in den Biografien HIV-spezifische Erfahrungen lebensprägend waren und sind.

Dies sind nicht nur Verluste von Lebenspartnern und Freunden durch einen AIDS geschuldeten Tod, sondern auch Trauer über ein „aus Angst vor Ansteckung mit HIV, oder Übertragung von HIV nicht-gelebtes Leben“. Jetzt, wo HIV seinen Schrecken verliert und das Leben wieder leichter wird, sind wir aber alt geworden und ein Nachholen des bisher nicht-gelebten ist i.d.R. nicht mehr möglich.

Auch diejenigen, denen im Leben mit HIV eine positive Lebensbewältigung gelungen ist, brauchen die aufrichtige und interessierte Einladung, (einander) mitteilen zu können, wie es ihnen ergangen ist und was sie in der AIDS-Krise erlebt haben.

Zum „In Würde alt werden“ braucht es Selbstakzeptanz und Bejahen auch des nicht-gelebten Lebens. Es muss möglich sein, sich selber und anderen gegenüber klar sagen zu können: „Ja, so war es!“ Und es muss möglich sein, darin verstanden zu werden.

Diese 25 Jahre HIV und AIDS durchlebt und erlebt zu haben, mit der aufbrandenen Homophobie der Gesellschaft als Gegenwind, mit der tödlichen Bedrohung durch HIV im Nacken und als HIV-Positiver oft auch mit dem Heimatverlust durch Ausgrenzung in der eigenen Community, dies ist eine Lebensleistung, die zu würdigen ist, die in vielen Leben mit HIV einer Wertschätzung und Anerkennung würdig ist.

Schwulen Männern ist es individuell und als Kollektiv gelungen, diese doppelte Bedrohungen auszuhalten und abzuwehren. Wir haben kreative Lösungen gesucht mit Safer-Sex-Workshops und mit der Gründung von AIDS-Hilfen, mit Kampagnen, Präventionsprojekten, Spezialpflegediensten etc. Wir haben leistungsstarke Strukturen und Organisationen aufgebaut, die unserer schwulen Community und auch der Gesellschaft von Nutzen sind.

Wer aus dieser schwulen Generation, die besonders den Beginn der AIDS-Krise Anfang der 80er Jahre miterlebt hat, heute noch lebt, legt Zeugnis davon ab, vor der Bedrohung nicht kapituliert zu haben, sondern sie zumindest äusserlich bewältigt, weil überlebt zu haben.

Wie viele Suizide dagegen HIV geschuldet sein mögen, wird immer ungewiss bleiben. Aber es werden nicht wenige sein.

Die innerpersönliche Bewältigung kann mehr, oder auch weniger vollzogen sein. Vielleicht ist sie auch nie abschliessbar. Ich vermute: Oft wird die erlebte Traumatisierung noch gar nicht gespürt und erkannt. Für viele ist der Schmerz noch zu groß und zu tief in der Seele „verbuddelt“ und wirkt von dort depressiv-verstimmend in den Lebensalltag hinein.

Durch die heute zur Verfügung stehenden wirksamen Therapien könnte  AIDS nicht länger traumatisierend sein:

1. Ist eine HIV-Infektion erkannt, ist das Fortschreiten ins Krankheitsstadium AIDS weitgehend vermeidbar und eine weitgehend normale Lebenserwartung möglich.

2. Wird die HIV-Infektion medikamentös behandelt, ist die Infektiosität i.d.R. wirksam unterdrückt und ein angstfreies Leben von Sexualität wird wieder leichter möglich.

Beides stellt eine Zäsur für die emotionale Bewertung und den Umgang mit HIV dar. Das Leben normalisiert sich wieder.

Und dadurch wird ein Prozess ermöglicht und einsetzen, nach und nach Rückschau zu halten auf das, was wir schwulen Männer und heutigen schwulen Senioren in der AIDS-Krise erlebt und durchlebt haben.

Auf diese Rückschau wird sich jeder sehr unterschiedlich einlassen, eben weil die Erinnerung an den Schmerz über verstorbene Freunde oder ungelebtes Leben noch so emotional aufgeladen sein kann, dass  eine Abwehr und ein Aufrechterhalten der Vermeidung des Spürens der emotionalen Tribute dieser Lebenszeit beherrschend sind und ein Zulassen verhindern.

Trauer ist die Emotion der Wandlung. Wer Trauer nicht zulässt, verhärtet. Spüren wir Trauer, fliessen oft auch Tränen, das Verhärtete kommt in Fluss und kann sich wandeln. Es wird sichtbar, dass wir des Trostes und des Gehalten-werdens bedürfen.

Wenn wir zulassen, was war, können wir auch zulassen, was jetzt ist und warum und wie wir geworden sind, die wir sind. Dann können wir Gemeinschaft erfahren.

Die Rückschau wird in jedem Schwulen ganz persönliche Erinnerungen und Erfahrungen wachrufen. Es bedarf behutsamer Geduld und Gesprächsräume, alles Wesentliche der eigenen Biografie zur Sprache zu bringen und sichtbar werden zu lassen. Hier sehe ich neben Freundeskreisen auch die Beratungsstellen und AIDS-Hilfen gefordert, mit der nötigen Sensibilität, aber auch Ermutigung, zur Begegnung mit diesem Teil der eigenen Lebensgeschichte einzuladen.

Einschränkungen durch HIV, unterschiedlichster Art, prägen in unterschiedlichen Maß eine ganze Generation schwuler Männer. In der Begegnung mit schwulen Senioren, wo auch immer, sollte bewusst sein, dass es lohnen kann, hierfür aufmerksam zu sein.

Vor Altersnostalgie dagegen sind wir gefeit. Früher war eben NICHT alles besser. Besser ist es HEUTE. Schwul zu leben ist heute wesentlich leichter geworden. Und nie war die Therapierbarkeit der HIV-Infektion so gut wie heute.

Die Forschung muss aber weitergehen, bis eine Heilung von HIV und eine Impfung vor HIV gefunden ist.

In Würde alt zu werden, dafür erscheint es mir angemessen, uns untereinander Anerkennung für die Lebensleistung auszusprechen, sich gegen die Heteronormatitivät behauptet zu haben.

Aber ich erwarte auch, dass die Gesellschaft ihre aufrichtige Wertschätzung für die ausserordentliche Lebensleistung meiner Generation schwuler Männer in der AIDS-Krise würdigt.

Die volle Rehabilitierung und das Ende der Stigmatisierung von HIV-Positiven, sowie die volle Anerkennung von homosexuellen Lebensweisen seiten der Gesellschaft steht noch aus.

In Würde alt werden und als schwuler Senior – gerade auch mit HIV – sichtbar zu sein, daran wird sich unsere Gesellschaft gewöhnen müssen. Dafür brauchen wir starke schwule Senioren-Netzwerke.

Wir sind die Stonewall-Generation! Uns kriegt keiner mehr zurück in den Schrank! Im Alter erst recht nicht!


Älter werden mit HIV – Publikationen 2009 (akt.)

Juni 19, 2009

Veröffentlichungen aus dem Jahr 2009 , die sich vor allem mit den sozialen und persönlichen Aspekten des „älter werden mit HIV“ befassen. Diese Sammlung wird laufend aktualisiert.

deutschsprachige Veröffentlichungen:

08.01.2009: Süddeutsche Zeitung: “Die erste Generation der Langzeit-Infizierten feiert heute Geburtstage, die man noch Ende der achtziger Jahre für unmöglich hielt” – von Laura Weißmüller.

04.03.2009: Ondamaris: „HIV im Alter – eine Geschichte des Verdrängens

04.03.2009: Queer.de: Viagra ist Schuld: Erstaunlich viele über 50-Jährige HIV-positiv

05.03.2009: in: HIV-Report: „HIV-Infektion, antiretrovirale Therapie, Altern und nicht mit AIDS in Verbindung stehende Erkrankungshäufigkeit

23.03.2009: Zeit-online: „HIV im Alter„, von Jan Mölleken

15.05.2009 Basler Zeitung: „HIV-Infizierte leben fast so lange wie Gesunde

19.05.2009: Gemeinsame Pressemitteilung des Statistischen Bundesamts, des Deutschen Zentrums für Altersfragen und des Robert Koch-Instituts: Publikation „Gesundheit und Krankheit im Alter“ erschienen (nicht HIV-spezifisch)

26.05.2009: DAH-Blog: „Das ist in meinem Alter eben so“ – ein Interview von Paul Schulz mit drei Männern, die sich im Alter über 40 mit HIV angesteckt haben.

10.06.2009: Dr. Sandra Hertling (Universität Hamburg): „HIV und Alter“ – (Vortrag als power-point-Präsentation)

11.07.2009: Frankfurter Resolution zur Verbesserung der Lebens- und Pflegesituation von gleichgeschlechtlich liebenden, HIV-infizierten und transsexuellen Seniorinnen und Senioren

13.07.2009: Michael Jähme, Blogger Termabox: „Das Trauma AIDS muss im Gespräch mit schwulen Senioren einen Platz haben

07/2009 DAH, „Älter werden mit HIV„, in: „Life+Magazin“, Dokumentation der Selbsthilfekonferenz „Positiven Begegnungen“ 2009 in Stuttgart, S. 20

10.11.09 Welt-Online: „HIV-Infizierte in Deutschland leben immer länger“ – von  ?

11.11.09: Rhein-Zeitung online: „Alt werden trotz Aids: Neuland mit Nebenwirkungen“ – von Yuriko Wahl, dpa

12.11.09: 3Sat (TV) – nano-Redaktion: „HIV-Therapie: Niemand kennt die Langzeitfolgen

17.11.09: Queer.de: „HIV mit 66 Jahren...“ Altersaspekte in den neuen Behandlungrichtlinien der HIV-Infektion – von Christian Scheuss

22.11.2009: FAZ.net: „83 Jahre alter Aids-Patient – Leben nach dem Schock“ – von Stephan Toepfer

30.11.09: Westdeutsche Zeitung: „Ich erlebe mich nicht mehr als todgeweiht“ – von Erik Schweitzer

01.12.09: ZDF-Mediathek (Video): „Mit AIDS leben“ – von Jennifer Lindemann

01.12.09. Ärzte-Zeitung: „HIV-Patienten werden älter und brauchen zunehmend Therapien gegen Komorbiditäten“ – von Adela Žatecky

01.12.09: Stuttgarter Zeitung: „Der alte Mann und das Virus“ von Viola Volland

01.12.2009: Stern-Magazin: „Leben in der Aids-WG“ – von  Malte Arnsperger

2009 Deutsche AIDS-Hilfe, Jahrbuch 2008/2009, Berichtsteil „Alte und neue Bilder“ ab Seite 72 – Autoren: Jan Feddersen, Rolf Rosenbrock, Bernd Vielhaber, Holger Sweers, Holger Wicht, Jacob Hösl

englischsprachige Veröffentlichungen:

00.03.2009 Bulletin of WHO: The unexplored story of HIV and ageing (Studie)

26.01.2009: BMJ-Journal „HIV infection, antiretroviral treatment, ageing, and non-AIDS related morbidity“ – von Steven Deeks und Andrew Phillips (San Francisco)

13.03.2009 thebody.com: „Continued HIV/AIDS Progress Could Lead to Increased Life Expectancy, Population Among Developing Countries, U.N. Report Says

Mai/Juni 2009: „You are not getting any younger“ – von Matt Sharp, Erlebnisbericht

Mai/Juni 2009: „The graying Epidemic“ – von Jeff Berry

17.06.2009: thebody.com – Blog: „Surviving HIV“ – von River Huston, Erlebnisbericht

01.11.2009: New York Magazin: „Another Kind of AIDS CRISIS“ – von David France

Fall 2009: Thebody.com: „Exercise, Aging and HIV“ – von Sarah Robertson, und Margaret D. Swift

01.12.2009: the Root: „What if they lived?“ – von Teresa Wiltz  (A Former Dancer’s Tribute to Those She’s Loved and Lost to AIDS)

11.12.2009 New York Times:  „Lost to AIDS, but Still Friended“ – von Guy Trebay

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Publikationen vor 2009 hier.


HIV und Alter – Publikationen (akt.)

Oktober 10, 2008

Über eine Anfrage des WDR-Hörfunks, als Studiogast und Interviewpartner an der Sendung „Positiv leben – Aids im Alter“ zum Welt-AIDS-Tag am 1.12.2007 mitzuwirken, wurde ich angeregt, mich erstmals bewusster mit „Älter werden mit HIV“ zu beschäftigen. Über die Radiosendung schrieb ich einen Blog. Im September 2008 folgte ich einer Einladung auf den Kongress „HIV im Dialog“ in Berlin , um in einer Podiumsdiskussion zum Thema „HIV und Alter – Herausforderungen aus medizinischer und psychosozialer Sicht“ die psychosozialen Aspekte einzubringen. In Vorbereitung zu „HIV im Dialog“ führte ich eine Recherche durch, deren Ergebnisse ich zusammenfasste. Das Script war ursprünglich nicht für eine Veröffentlichung geschrieben und diente nur meiner eigenen Vorbereitung. Der Bitte der Veranstalter, meine Zusammenstellung auch in ihrer rudimentären Form als inhaltlichen Beitrag bei „HIV im Dialog“ zu veröffentlichen, kam ich aber gerne nach. „Älter werden mit HIV“ wird weiter an Bedeutung gewinnen.

Denjenigen aus Selbsthilfe und psychosozialer Beratung, die sich für die Lebenssituation der Generation 50pluspositiv interessieren, möchte ich mit einer Linksammlung den Einstieg ins Themenfeld erleichtern.

Links zu „Generation 50pluspositiv / Älter werden mit HIV“

Deutschsprachige links:

2000: Die Zeit: Arbeiten, um zu überleben“von Oliver Burgard

2003: Bundesministerium für Bildung und Forschung: Newsletter Thema HIV/AIDS November 2003: „Wenn ich verbrenne, verbrennt das Virus auch“ Patienteninterview mit dem 58-jährigen Horst-Johann Peters

23.01.2004:  „HIV/Aids: Wer mit dem Aids-Virus lebt, lebt länger zu zweit“ – von Ulrich Goetz (CH)

xx.04.2005 rainbow.online.at: „Wer ist schuld: HIV oder das Alter?“ Da Menschen mit HIV/AIDS heute länger leben, erleben sie auch mehr von gewöhnlichen Altersproblemen. Mit Tabelle von BodyPositive

10.06.2005 Deutsches Ärzteblatt: „Wenn HIV-Infizierte in die Jahre kommen.“ von Vera Zylka-Menorn

01.12.2005 WDRMit HIV ins Rentenalter“ HIV-Infizierte leben länger als früher, aber nicht immer gut / Portrait

20.11.2006 Caritas International: Abschnitt 5: Senioren im Kampf gegen HIV/AIDS stärken Der Weltaltenplan fordert die Einbeziehung der Bedürfnisse alter Menschen in Strategien des Kampfes gegen HIV/AIDS.

15.11.2006 Symposiumspublikation „25 Jahre AIDS“ der Psychosoziale Aids-Beratungsstelle Oberpfalz, S. 64 ff: „25 Jahre Aids: Eine persönliche Sichtweise in Bemerkungen und Gedichten, Ernst Häussinger, HIV infiziert seit über 20 Jahren“, von Ernst Häusinger

1.12.2006 Stern: „Man kann heute mit Aids alt werden“ Interview mit der Ärztin Helga Neugebauer (AIDS-Hilfe Hamburg), von Jens Lubbadeh

2007/1 HIVandMORE: „HIV-Infektion und Alter„, von Hans-Jürgen Stellbrink

05.09.2007 Blog Ondamaris: „HIV und Alter“

06.12.2007 Der 50plus-Blog: Zum Welt-Aids-Tag: „Auch mit 50plus auf Nummer sicher gehen!“

23.10.2007 aidsfocus.ch: „Die Zukunft ist grau“. Alte Menschen in der HIV/Aids-Krise: Opfer und HoffnungsträgerInnen

31.10.2007 podcast.de: „HIV Patienten werden immer älter“ (audio)

01.12.2007 WDR: 22 Jahre leben mit HIV: Portrait einer Langzeitüberlebenden

01.12.2007 Blog termabox: Jenseits der Midlife-Krise – Alt werden mit HIV

24.11.2007 Veröffentlicht von XXelle, „Vertraut auf eure innere Stärke„- ein Interview mit Heide Thomas und Birgit Körbel, von Petra Hammen

25.07.2008 Spiegel-online: „Lebenserwartung von HIV-Positiven stark gestiegen

28.07.2008, Deutsches Ärzteblatt „Studie: HIV-Therapie könnte Lebenserwartung (fast) normalisieren

xx.09.2008 HIV&more: „Bundesweite DAGNÄ-Studie 50/2010 – Die ältere Patientin, der ältere Patient.“

13.09.2008 HIV im Dialog: Vortrag Michael Jähme/termabox: „HIV und Alter

13.09.2008 HIV im Dialog: Dr. Christoph Mayr: „HIV und Alter, Medizin und Psychosoziales“ (PowerPoint)

19.09.2008 Blog alivenkickn: „Alle unter einem Dach – in Würde alt werden“ Bericht von HIV im Dialog

20.09.2008 Blog alivenkickn „HIV im Dialog – Einsichten – Ansichten und Aussichten“ – Bericht

22.09.2008 Blog Ondamaris: „Podiumsdiskussion HIV & Alter“ – „Bericht von HIV im Dialog

28.11.08 Frankfurter Rundschau: „HIV-Infizierte leben immer länger

30.11.08 derSTandart.at: „Alt werden mit HIV“ – von Edda Grabar

1.12.08 BR-Online: „AIDS: Leben mit HIV-Medikamenten

2008 Männer HIV Sonderheft 2008, S. 24-25: „Altes AIDS„, Beitrag von Christian Lütjens + Interview mit Dr. Hans Jäger

Englischsprachige links:

thebody.com – Forum: Aging with HIV – Interaktives Forum mit stets neuen Anfragen und Antworten des Beraterteams von thebody.

12.05.2005 US Department Health & Human Services: HIV/AIDS In Persons 50 Years of Age and Older before The Special Committee on Aging United States Senate

xx.09.2006 ACRIA: Ergebnisse der ROAH-Studie / USA 01.04.2007 BayAreaReporter: „Surviving AIDS in the golden years“, von Heather Cassell,

2006 April-June 2007 thebody.com: Reality demands Change, von Stephen Karpiak

30.07.2007 aidsmap: IAS: Aging with HIV – are cancer, heart disease, dementia the new challenges? von Rob Dawson

29.01.08 POZ-News: Aging Grace: Facing the Uncertainties of Growing Older With HIV, von David Evans

xx.02.2008 CDC:spacer HIV/AIDS among Persons Aged 50 and Older

29.02.2008 MedScape Today: Aging and the HIV Patient: A video Lecture, von William Powderly (Registrierung für Login erforderlich)

01.04.2008 Miller-McCune-Magazin: “Challenges of a New Frontier: Aging with HIV”, von Babara Hesselgrave (incl. Video!)

22.05.2008 Aidsmap: Regular CD4 monitoring, big rise in HIV diagnosis, key to reducing AIDS death rate„, von Keith Alcorn

10.07.2008 American Academy of HIV Medicine: Newsletter Aging with HIV „Patients who are living longer with HIV pose new challanges for primary care providers“ etc. (Medizinische Aspekte)

28.07.2008 AIDSmedsPOZ: „Life Expectancy With HIV Increases Dramatically

Sept./Oct. 2008: thebody.com: „Long-Term Survivors of HIV and Wellness„, von Jeff Levy

18.09.2008 Newsweek: „A lot of unknowns„, von Jessica Bennet

31.12.2008 LifeLube: „Love, AIDS and aging„, Interview mit dem schwulen Paar Larry Gibson und Dennis Golay, beide über 60, über ihre Erfahrungen im Leben mit AIDS, von Dick Gordon

Literatur/Bücher

Aging with HIV Psychological, Social, and Health Issues, von Janice E. Nichols, David C. Speer, Betty J. Watson, Mary Watson, Tiffany L. Vergon, Colette M. Vallee, Joan M. Meah – Veröffentlicht von Academic Press, 2002, ISBN 0125180519, 9780125180511, 386 Seiten

HIV and Aging, von Sharon Dian Lee, Veröffentlicht von Informa Healthcare, 2008

Publikationen ab 2009 hier.