„Ich hab was zu erzählen…“ – Biografiearbeit für schwule Senioren ab 50plus

August 5, 2012

Ab September 2012 biete ich zusammen mit Georg Roth (Landeskoordinator Schwule Seniorenarbeit in NRW) erstmals als Pilotprojekt eine Gruppe Biografiearbeit für schwule Männer ab 50 an. Wir freuen uns über Anmeldungen und weitere Verbreitung der Einladung!

„Du schon wieder mit Deinen Geschichten!“  – wem von uns ist dieser Satz nicht schon untergekommen, wenn wir von unserer ersten großen Liebe oder unserem ersten Meerschweinchen erzählen wollten.  Und wie oft gehen Begegnungen und Gespräche über den üblichen Small-Talk nicht hinaus.

Das wollen wir in unserer Gruppe anders machen. Denn jeder Mensch hat seine Geschichte. Und jede dieser Geschichten ist es wert, dass sie erzählt wird. Ein schwules Leben ist ja auch immer ein Leben mit besonderen Herausforderungen, die zu bewältigen dem einen mehr und dem anderen weniger gut gelingt. Aber klar ist doch: jeder packt sein Leben an, so gut er kann. Jeder ist auf der Suche nach seinem Glück. Und deshalb ist auch jede Lebensgeschichte wert, erzählt zu werden.

Wir etwas älteren schwulen Männer haben viel erlebt: Die Zeit des § 175, die 68er Zeit, Stonewall und Schwulenzentren, HIV und AIDS, Älterwerden. Aber nicht nur die großen Ereignisse, die uns alle verbinden, sind es, die zu unserem Leben und unserer Biografie gehören. Es sind die ganz persönlichen Erinnerungen: der erste Mensch auf dem Mond, das erste Mal in einer schwulen Kneipe, der Fall der Mauer, der erste Sex mit einem Mann, die erste Zigarette, das erste Kondom…

Eingeladen sind besonders die von uns, die bisher wenige Möglichkeiten hatten, einmal ihre Geschichte zu erzählen. Man braucht kein Erzählkünstler zu sein, um aus seinem Leben zu erzählen. Die eigene Geschichte zu erzählen ist auch ein Abenteuer: schon vergessen geglaubte Erlebnisse wieder zu erinnern mit allen Höhen und Tiefen. 

Biografiearbeit ist kein „wehmütiger Blick zurück“. Geschichten erzählen, eigene Geschichten erzählen, ist eine Einladung zur Begegnung miteinander. Und so ergeben sich auch Ausblicke auf das, wohin uns das Leben noch zieht. Die Erlebnisse der Anderen als vitalisierenden Ansporn zu erfahren. Manches ist auch jetzt noch möglich…

Es wäre schön, wenn möglichst viele unterschiedliche Lebenswege erzählt werden. Denn jeder Lebensentwurf ist es wert, berichtet und erfahren zu werden: von der politischen Bewegungsschwester über den promisken Partykerl, vom schwulen Vater bis zum dauerhaften Paar mit Hund im Eigenheim

Also: wer hat Lust auf diese Gruppe?  In der jeder „Zeitzeuge“ ist. In der Zeit und Raum ist für Erinnerung, Tiefe und Vision.

  • Anmeldung über: georg.roth@rubicon-koeln.de (bitte mit Telefonnummer, um ein Vorgespräch zur Motivationsklärung bzw. Klärung der Erwartungen führen zu können)
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Ansprache des Bundesaußenministers Guido Westerwelle zur Eröffnungsveranstaltung der VIII. Gay Games im RheinEnergieStadion Köln (akt.)

August 9, 2010

Ansprache des Bundesaußenministers Guido Westerwelle zur Eröffnungsveranstaltung der VIII. Gay Games im RheinEnergieStadion Köln am 31.07.2010 (englisch und deutsch)

„It is a great honor for me to welcome you. First of all, I would like to welcome all our international guests her in the wonderful city of Cologne, here in Germany. We are delighted to have you here.

Whether you are straight or lesbian or gay, bisexual or transgender, you are all very welcome here in Cologne, here in Germany! Enjoy the hospitality of Germany and especially of the wonderful city of Cologne and of the Rhine Valley.

It is a great privilege for all of us and especially for me and my partner that we can meet tonight in the open and without fear. We will never forget the generations who have fought for our freedom.

Our thoughts tonight are with all those who are not privileged but oppressed. Our thoughts are with all gays and lesbians, bisexual and transgender people in the world who are still treated like criminals.
In more than 75 countries, there are laws stopping consenting adults from being with the man or the woman they love. In at least 7 countries, gays and lesbians must fear the death sentence. These countries use religion as a pretext to turn prejudice and hatred into law.

No religion can ever justify murder!

Killing and torturing minorities can not be justified by culture! This is not culture, this is exactly the opposite.

We will not go silent until these laws are repealed. We will continue our fight until no one has to be afraid to be openly gay, lesbian, bisexual or transgender, anywhere in the world.

Let me underline the clear message: We want no privileges, we want respect.

Wir fragen nicht nach Privilegien, wir fragen nach Respekt.

Let me add: In Germany, for example, gays and lesbians across all party lines have been elected to high public office.
I want to thank organizers, staff, and volunteers, who made these Games possible.

I wish you all fascinating Gay Games!

You are the role model for a society everybody can be part of. So let us all „Be part of it“

***

Es ist für mich eine große Ehre Sie heute Abend begrüßen zu dürfen. Vor allem möchte ich unsere internationalen Gäste in unserer wunderschönen Stadt Köln in Deutschland begrüßen.
Wir freuen uns Sie hier zu haben.

Egal ob Sie heterosexual oder lesbisch oder schwul, bisexuell oder transsexuell sind, Sie sind alle hier in Köln, hier in Deutschland, willkommen. Genießen Sie die Gastfreundschaft Deutschlands, speziell hier in der schönen Stadt Köln und dem Rheintal.

Es ist ein großes Privileg für uns alle und speziell für mich und meinen Partner das wir uns ohne Angst und offen treffen können. Unsere Gedanken sind bei den Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transsexuellen aus aller Welt, die immer noch wie Kriminelle behandelt werden.

In über 75 Ländern gibt es immer noch Gesetze, die Erwachsene davon abhalten mit dem Mann oder der Frau die sie lieben zusammen zu sein. In mindesten 7 Ländern müssen Schwule und Lesben die Todesstrafe fürchten. Diese Länder nehmen Religion als Vorwand um Vorurteile und Hass in Gesetze umzuwandeln.

Keine Religion kann jemals Mord rechtfertigen!

Töten und foltern von Minderheiten kann nicht durch Kultur gerechtfertigt werden! Das ist keine Kultur das genaue Gegenteil!

Wir werden nicht schweigen, bis diese Gesetze aufgehoben sind. Wir werden weiter kämpfen, bis niemand mehr Angst haben muss offen schwul, lesbisch, bisexuell oder transsexuell zu leben, nirgendwo auf der Welt.

Lassen Sie mich diese Botschaft nochmal unterstreichen: Wir wollen keine Privilegien, wir wollen Respekt.

Lassen Sie mich hinzufügen: Hier in Deutschland z. B. sind Schwule und Lesben über alle Parteigrenzen hinaus in hohe politische Ämter gewählt worden.

Ich möchte den Organisatoren, Mitarbeitern und ehrenamtlichen Helfern danken, die diese Spiele ermöglicht haben.

Ich wünsche Ihnen allen faszinierende Spiele!

Sie sind ein Vorbild für die Gesellschaft an der jeder Mitglied sein kann. Lassen Sie uns feiern nach dem Motto: „Be part of it“.

Die Rede wurde auf den Seiten der Gay Games veröffentlicht und ist auch auf youtube zu sehen.

***

In der TAZ vom 23.09.10 wendet sich Lutz van Dijk in einem Offenen Brief an Guido Westerwelle als Außenminister und meint mit Bezug auf dessen Rede bei den Gay Games und der kürzlich erfolgten Hochzeit von Guido Westerwelle und seinem Mann Michael Mronz: „Die Freiheit und Achtung, die Sie heute mit Ihrem Mann genießen, ist nicht vom Himmel gefallen. Verfolgte Lesben und Schwule brauchen mehr als nette Worte!“

Der Wortlaut des Offenen Briefes hier.


Anteilnahme am Unglücksort

März 15, 2009

Nachdem der zweite Vermisste Khalil G. an der Unglücksstelle des eingestürzten Kölner Stadtarchivs am 12.3. tot geborgen wurde, verändert sich die Emotionalität, mit der ich die weiteren Entwicklungen an der U-Bahn-Baustelle aus den Medien mitverfolge.

Aber mit eigenen Augen die Unglücksstelle zu sehen, wie heute, als ich zum zweiten Mal dort war, lässt mich erneut das schreckliche Ausmaß dieser Tragödie spüren.

Der Terminus „Schaulustige“ passt weder auf mich noch auf die anderen Menschen, die angesichts des Trümmerberges und im Wissen um das Geschehene meist verstummen und Anteil nehmen. Ein „Ausflugsziel“, wie der Kölner Stadtanzeiger titelte, ist dieser Ort wahrlich nicht, dies tut vielen Menschen Unrecht.

Es ist ein Ort des Gedenkens.

Mit dem Feund, mit dem ich zusammen unterwegs war, debattierte ich lebhaft auf dem Weg hin zur Severinsstraße – und auch nachher weiter auf unserem Weg zum Rhein, aber am Ort des Unglücks angekommen verstummten wir und gingen eigene Wege, wie bei einer Beerdigung und an einem offenen Grab.

Einige Eindrücke von heute in Bildern

Die Unglücksstelle am 15.3.2009

Die Unglücksstelle am 15.3.2009

Anteilnahme und viele Fragen

Anteilnahme und viele Fragen

Das Unglück rührt an alte Erfahrungen

Das Unglück rührt an alte Erfahrungen

Trauer

Trauer

Am Dienstag, 17.3.09 wird um 14.00 Uhr mit einer Trauerfeier im Gürzenich der Opfer des Stadtarchiv-Einsturzes gedacht.

Messpunkt für Gebäudebewegungen an der Pipinstraße

Messpunkt für Gebäudebewegungen an der Pipinstraße


Ich war noch niemals … im Kölner Stadtarchiv (akt.)

März 6, 2009

Nun ist es wech, im U-Bahn-Loch, das alte Kölner Stadtarchiv in der Südstadt. Die Katastrophe vom 3. März 2009 erschüttert viele Menschen. Plötzlich reden alle über dieses unser Stadtarchiv. Aber wer war denn wirklich schon einmal dort? Ich nicht.

Das eingestürzte Stadtarchiv am 3.3.09 (Foto WDR)

Das eingestürzte Stadtarchiv am 3.3.09 (Foto WDR)

Blogger Tiberius beschreibt sehr plastisch, wie er von den MitarbeiterInnen des Kölner Stadtarchivs als interessierter Besucher  willkommen geheissen und bezüglich seiner historischen Interessen unterstützt wurde.

Ich bin nie im Stadtarchiv gewesen. Trotzdem ist mir der immense kulturelle Schaden des Zusammenbruchs – das Wort „Einsturz“ wirkt mir zu banal / da ist wirklich ein „Bruch“ geschehen – des Kölner Stadtarchivs augenblicklich bewusst. Und ich erlebe, wie viele andere, Bestürzung über dieses Unglück. Ein Freund nennt es pointiert „Den Einsturz der Kölner Geschichte„.

Seit 11 Jahren wohne ich in Köln. Die Stadthistorie ist mir in Grundzügen bekannt. Ein paar Bücher dazu stehen im Regal. Einige Male hatte ich mir auch aus der Stadtbibliothek Bücher zur Geschichte der Stadt Köln ausgeliehen, weil mich diese Geschichte einfach interessiert. Besonders interessierte mich die Geschichte und Entwicklung meines „Veedels“, meines Stadtviertels. Dazu fand sich in den Büchern, die ich entdeckte, zu wenig, um meinen Wissensdurst zu stillen.

Jetzt wird mir bewusst: Da gibt es doch das Stadtarchiv! Da hätte ich mehr erfahren können! Aber: Was passiert eigentlich in einem Stadtarchiv?  Für wen ist es da? Ist es wirklich für jeden Bürger offen, oder nur für Fachpersonen wie Historiker, Journalisten, Autoren, Studenten…? Ich bin nie auf die Idee gekommen, das Stadtarchiv zu besuchen. Es war einfach nicht in meinem Blickfeld. Jetzt, wo es weg ist, sehe ich es.

Stadtarchive gibt es in jeder Stadt. Vielleicht wird es nun vielen Menschen im Land bewusst, dass ihre Stadt auch eines hat und das es lohnen könnte, einmal zum Stadtarchiv zu gehen.

Viele spekulieren in diesen Tagen darüber, wie es zu dem Unglück in der Kölner Südstadt kommen konnte, wo das menschliche Versagen liegt, bei wem die Verantwortung zu suchen ist und was an Sicherheitsmaßnahmen zur Vermeidung des Unglücks unterlassen wurde. Die Aufklärung all dessen ist wichtig, aber diesen Job hat nun die Staatsanwaltschaft übernommen und dort gehört er auch hin.

Hauseigentümer, die in den zurückliegenden Jahren durch den U-Bahn-Bau teils massive Schäden an ihren Häusern erlitten haben und deren Entschädigung und Mängelbeseitigung durch KVB und Stadtverwaltung nachdem was mir zu Ohren gekommen ist, unzureichend, unwillig und hinhaltend erfolgte, bekommen nun im Sog des Zusammenbruchs des Stadtarchives endlich eine Lobby, ihre Ansprüche auf angemessene und ausreichende Entschädigungen und Hilfen zur Restauration der entstandenen Schäden besser durchsetzen zu können.

Aber auch die Historiker und MitarbeiterInnen des Stadtarchivs werden eine breite neue Wertschätzung ihrer Arbeit gegenüber erfahren.

Auch wenn es jetzt untergegangen  ist, so ist das Stadtarchiv gleichzeitig im Bewusstsein der Kölner Bürger auferstanden.

Nachtrag 6.3.09:

Auch bei der im Bau befindliche neue  U-Bahn-Strecke in Amsterdam, ebenfalls eine neue Nord-Süd-Verbindung, kam es im Juni und auch im September 2008 durch Erdbewegungen und Wassereinbrüche zu gravierenden Schäden an historischen Gebäuden und Einstürze ganzer Häuser. In vielen Städten entstanden und entstehen weltweit neue U-Bahnen und wie es bei technischen Großprojekten nun einmal ist, kommen trotz Einsatz modernster Technik und Sicherheitsstandards immer wieder Unglücke und Rückschläge vor. Dass  ein U-Bahn-Bau nie ohne Risiken ist, weiss man vorher, wenn man die Entscheidung für ein derartiges Bauvorhaben trifft.

Kabarettisten Jürgen Becker und Didi Jünemann plaudern in ihrer freitäglichen WDR-Frühstückspause gewohnt frech über das Ereignis, wie Köln „1000 Jahre Stadtgeschichte zu Pappmasche gepresst“ hat. (noch bis zum 13.3. auf wdr2.de gepodcasted anzuhören.)

Der WDR hat eine ständig um neue audio- und Video-Beiträge ergänzte Berichte-Übersicht ins Netz gestellt.

Nachtrag 7.3.:

Der Kölner Stadtanzeiger (KSta) berichtet: Es waren Bauarbeiter, die geistesgegenwärtig die Räumung des Stadtarchivs vor dem Einsturz veranlassten. „Fünf meiner Mitarbeiter waren unten. Sie merkten plötzlich, dass etwas nicht so war, wie es sein sollte“, sagte des Geschäftsführer des beauftragten Bauunternehmens. Die Arbeiter hatten die Bodenbewegungen und eindringendes Wasser festgestellt.

Hier mein neuer Blogbeitrag zum Kölner Stadtarchiv: „Trümmerfeld, Schuttberge und Steinigungen – Nachdenkliches…

Nachtrag 10.3.:

Im Kölner Stadtanzeiger berichten erstmals die Bauarbeiter von den Minuten des Einsturzes: „…als sie plötzlich nasse Füße bekommen. Schlamm, Kies und jede Menge Wasser schießen durch eine Betonschlitzwand in die gigantische Grube. „Der Druck war ungeheuer groß“, berichtet Lutz G. Die Männer wissen nicht genau, was das zu bedeuten hat, aber sie ahnen, dass gleich etwas Schlimmes geschehen wird. „Es war jedenfalls sofort klar, dass irgendetwas nicht stimmt“, erinnert sich G. „Raus! Raus hier! Alle raus! …“


Nackte Haut schockt Köln, aber nicht Düsseldorf

Februar 19, 2009

Eine heisse Diskussion gibt es in Köln in Punkto prüde-verschämt  oder lustvoll-unbefangen nicht nur über die vom KLUST verabschiedete „Kölner CSD-Charta“, sondern auch anlässlich des in 4 Tagen stattfindenden Rosenmontagszugs: Der barbusigen Bundeskanzlerin Merkel auf einem Motivwagen wurde nach der Vorab-Präsentation für Journalisten letzten Dienstag ein „Problemzonenlifting“ verpasst, wie der WDR in der „Aktuellen Stunde“ berichtete. Statt nur von zwei winzigen Bundesadlern wird ihr Busen nun von einem Mini-BH „verdeckt“.

Do laachste dech doch kapott! Das ist doch nur noch peinlich für die Veranstalter des Rosenmontagszuges. Was verhüllt der Mini-BH denn „mehr“?? Kanzlerin Merkel repräsentiert körperlich den Staat, und in der Tat hat dieser derzeit mehrere „Problemzonen“. Passt doch alles thematisch gut, ist ein prima Wagen für den Zoch! Politisch, frech, direkt und ungeschminkt: eben Karneval.

noch ohne Bikini (Foto: WDR)

noch ohne Bikini (Foto: WDR)

In Düsseldorf  ist dagegen mehr möglich, wie der WDR dokumentarisch zusammengestellt hat:  2003 wurde Andrea Merkel in ihrer besonders persönlichen Beziehung zum damaligen US-Präsidenten Bush vorgeführt oder 2005 Kardinal Meisner anlässlich einer Predigt zum Thema Abtreibungen.

Im Jahr 2004 gab es im Düsseldorfer Rosenmontagszug gar einen Wagen mit dem in seiner männlichen Anatomie unübersehbar exhibitionistisch sich offenbarenden Bundeskanzler Gerhard Schröder: „Der Staat ist pleite“ / einem nackten Mann kann man eben nicht mehr in die Tasche greifen.

Das alles ist eindrucksvoll in der WDR-Reportage zusammengestellt und als Video auf der WDR-homepage zu sehen.

Kölle Aloha!

***

Nachtrag: pr-inside berichtet unter bezug auf eine AP-Meldung:

„... Das Thema des aufsehenerregenden Wagens lautet: «Aus alt mach neu – Problemzonenlifting». Problemzonen wie Neuverschuldung und anderer politischer Ballast wurden wegoperiert, übrigbleibt eine geliftete und auf Idealmaße operierte Kanzlerin. Leicht bekleidet war sie auch 2007 bereits im Kölner Karneval zu sehen: Auf dem damaligen Wagen hütete eine Merkel-Figur im schwarz-rot-goldenen Badeanzug die im Reformbecken schwimmenden Monster Mehrwertsteuer und Gesundheitsreform. Die Kanzlerin selbst lässt die traditionelle Politikerschelte auf Karnevalsumzügen weitgehend kalt. «Dass wir bei Umzügen meistens nicht ungeschoren bleiben, das verkraften wir», sagte Merkel am Mittwoch in Berlin beim Empfang des Bundes Deutscher Karneval im Kanzleramt.“