JULIT:))) – Erste Verleihung des Jungen Literaturpreis für Lesben und Schwule

Am 20. März 2010 wurden in Köln die ersten Preisträger des „JULIT:))) – der säkular humanistische junge Literaturpreis für Lesben und Schwule“ bekanntgegeben.

Der Wettbewerb regt junge Lesben und Schwule bis 25 Jahre an, Geschichten über Freundschaft von Lesben und Schwulen zu schreiben, in denen sich die Werte des säkularen Humanismus wiederfinden.

Der Kölner Frank Hichert hatte 2009 die Frank-Hichert-Stiftung (FHS) gegründet, um diesen einzigartigen Literaturpreis auszuloben.

"Verleihung des JULIT:))) 2010"

hintere Reihe: Reinhard Klenke, Susanne Clarenbach, Frank Hichert, Latifa Bey / vordere Reihe: Vanessa Hewelt (3. Preis) , Mathias Dobbeck (2. Preis), Yannic Probst (1. Preis)

Gewinner des Goldenen JULIT:))) 2010 und damit Platz 1 ist Yannic Probst, 19 Jahre alt, aus Montabaur. Seine Geschichte trägt den Titel: „Wahrheit muss man aussprechen.“

Die Jury prämiert die ansteckende Begeisterung für Geschichte, für Aufklärung, für Engagement, für Zusammenarbeit der Generationen und sie findet es wundervoll, dem fiktiven, vergessenen Schwulenaktivisten „Markus Elchfeld“ mit und in dieser Siegergeschichte ein Denkmal zu setzen. [Zitat Pressetext JULIT:))) 2010]

Platz 2 und Preisträgerin des Silbernen JULIT:))) 2010 ist Vanessa Hewelt, 16 Jahre alt, aus Remscheid. Prämiert wurde ihre Geschichte „Projekt Band“

Die Jury prämiert die frische Umsetzung der Freundschaft zwischen jungen Lesben und Schwulen. Besonders märchenhaft: Am Ende gewinnt die neue Band nicht den PReis, aber etwas viel Kostbareres, nämlich Selbstvertrauen. Die jungen Lesben und Schwulen grämen sichnicht lange, sie nehmen das nächste Ziel ins Visier: einen Auftraitt beim CSD! [Zitat Pressetext JULIT:))) 2010]

Platz 3 und damit Preisträger des bronzenen JULIT:))) 2010 ist Mathias Dobbeck, 24 Jahre alt, aus Prenzlau in Brandenburg, für seine Gschichte „Träumer“.

Die Jury prämiert die Vielschichtigkeit der Geschichte, in der „Frauen aus religiösen Gründen als Hexen zu verbrennen“ ebenso kritisiert wird wie der schwer erträgliche Jugendwahn in schwulen Internetforen. Die Schwierigkeit, gesellschaftliches Engagement und privates Glück unter einen Hut zu bekommen, erhält eine vorsichtig optimistische Perspektive. Man muß sich auf die Reise machen, wenn man Selbstbewußtsein gewinnen will. [Zitat Pressetext JULIT:))) 2010]

Der JULIT:))) 2010 wurde in den Räumen des anyway verliehen, dem Kölner Jugendzentrum für Lesben, Schwule und deren FreundInnen.

Unter 50 Einsendungen aus dem In- und Ausland wählte eine vierköpfige Jury die besten drei Beiträge aus. Der Jury gehörten an:

  • Latifa Bey, FHS-Vorstand; Arbeitskreis Lesben und Schwule bei ver.di; Fan-Club des 1. FC Köln „andersrum rut-wieß“
  • Susanne Clarenbach, FHS-Vorstand; Arbeitskreis Lesben und Schwule bei ver.di; Fan-Club des 1. FC Köln „andersrum rut-wieß“
  • Frank Hichert, Stifter des JULIT:)))
  • Reinhard Klenke, Vorstand Schwules Netzwerk NRW

Bei der Preisverleihung wurde aus den Geschichten der Preisträger vorgelesen. In allen Texten findet sich kunstfertige Kreativität im Aufbau der Geschichten ebenso wie Gemeinsinn, ausgedrückt in der Verbindung gesellschaftsrelevanter Themen zu einer kohärenten Handlung.

In ihren Dankesworten würdigten die Preisträger die Bedeutung des JULIT:))) , weil er junge Lesben und Schwule ermutige, sich auszudrücken und sich mitzuteilen.

Der JULIT:))) wird künftig jährlich im März in Köln verliehen. Das Motto des JULIT:))) 2011 lautet: „Ohne Reli küsst sich’s besser!“. Spannende und ideenreiche Einsendungen werden gerne bis zum 31.12.2010 entgegengenommen.

Hinweis: Die mit dem JULIT:))) 2010 ausgezeichneten Geschichten werden in Kürze auf der JULIT:))) homepage zu lesen sein.

Die Preisverleihung und Interviews mit den Preisträgern hier im Video.

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