Der Papst in Afrika: Mit dem Pimmel nur Pipi machen…

Kabarettist Jürgen Becker stellte jüngst fest: „Der heilige Vater entwickelt sich immer mehr zum gefürchteten Herbergsvater, der seine verklemmten Fantasien an der Jugend ausläßt: Mit dem Pimmel nur Pipi machen und abends die Hände auf der Bettdecke, sonst gibt’s Rückenmarksschwund…“

Die „Frühstückspause“ vom 20.3.09 im WDR2 / „Kabarett am Freitag“  mit Jürgen Becker und Didi Jünemann gibts bis zum 27.3. als podcast zum anhören und downloaden.

Hier meine Abschrift des erfrischenden Dialoges:

B: Herr Jünemann! Frühstückspause!

J: Ja, Herr Becker, ich komme!

B: Herr Jünemann, wat jibbet Neues?

J: Diese Woche bleibt alles beim Alten statt nach vorn zu gucken. Alle sind dagegen: Die große Koalition ist gegen Einigkeit, der Bundesgerichtshof gegen geschiedene Mütter, der Kabarettpapst Dieter Hildebrandt gegen Comedy und der katholische Papst ist gegen Kondome.

B. Wobei dat wohl der größte Witzbold ist.

J: Dat weiß man ja: Der Papst ist gegen Schwul-sein, gegen den Satan…

B: …gegen Sex überhaupt, ausser ganz ganz strenger Reglementierungen..

J: Ja, wenn man sich daran dann nicht hält, dann kommt der katholische Gott aber ganz ganz schlecht drauf!

B: Da können die Afrikaner im Grunde doch froh sein, dass sie nur mit Aids gestraft werden und nicht noch einen Tsunami oder Kathrina auf den Hals geschickt kriegen!

J. Ja, alles ist eine Strafe Gottes, so sieht man das im Klerus scheinbar öfter, wie zum Beispiel auch dieser Bischof Wagner, den der heilige Vater da in Linz postieren wollte

B. Der heilige Vater entwickelt sich immer mehr zum gefürchteten Herbergsvater, der seine verklemmten Fantasien an der Jugend ausläßt: Mit dem Pimmel nur Pipi machen und abends die Hände auf der Bettdecke, sonst gibt’s Rückenmarksschwund…

J: …und in Folge gibt es in der katholischen Kirche Mitgliederschwund. Bei uns durch Austritte und in Afrika durch Aids.

B: Ich halte es auch für fraglich, ob es sich eine Firma leisten kann, auf 50 Prozent intelligenter Führungskräfte von vorne herein zu verzichten.

J: Wen meinen Sie?

B: Die Frauen! Von Bischof Wagner, über Kardinal Meisner bis zu den Piusbrüdern: Man merkt, die müssen scheinbar Gift nehmen.

J: Ja, es sieht so aus!

B: Jüngst sagte noch ein katholischer Geistlicher: Langsam entwickelt sich die katholische Kirche zu einem Sammelbecken, die einen an der Waffel haben.

J: Aber da können die Gläubigen mal ein bisschen mehr Demokratie wagen: aus der Kirche austreten und die gleiche Summe der Kirche dann dort spenden, wo sie gute Arbeit leistet, zum Beispiel der Schwangerschaftskonfliktberatung Donum Vitae.

B: Ja, aber dann glauben die Leute, sie kommen nicht in den Himmel!

J: Dat is doch Quatsch! Kirchensteuer gibt es doch nur bei uns! In Frankreich zahlt keiner Kirchensteuer. Meinen Sie, die Franzosen kämen alle in die Hölle?

B: Nja, das kann schlecht sein, das stimmt. Da sieht man mal wieder: Der Satz aus dem rheinischen Glaubensbekenntnis stimmt! „Jott is gar nit esu.“

J: Und deshalb, liebe Afrikaner: Bejubelt den Papst, Bischof und Prälat und spendet 10 Cent dem Kondomautomat!

B: Es lohnt sich auch nicht, auf den Papst zu hören. Ich hab jetzt im Internet gelesen, es gibt Gerüchte aus dem Vatikan, der Papst denke sogar über Rücktritt nach!

J: Da stellt sich dann natürlich die Frage: Wer wird dann wohl sein Nachfolger?

B: Hmm, … wahrscheinlich wieder Franz Müntefering!

Blogs zum gleichen Thema:

Der Papst verschlimmert das Aids-Problem

Benedikt und die Kondome

Deutsche AIDS-Hilfe: Papst läd Schuld auf sich

Er hatts wieder getan (mit weiteren links zu früheren „Taten“)

Eine Antwort zu Der Papst in Afrika: Mit dem Pimmel nur Pipi machen…

  1. termabox sagt:

    Oswald Kolle hat auch eine klare Meinung zur katholischen Sexualmoral:

    „Ich mag den Begriff der sexuellen Revolution nicht, weil wir die Welt ja nicht umgedreht, sondern auf die Beine gestellt haben. Wir haben Vernünftiges daraus gemacht, was völlig verdreht war von der katholischen Kirche. Dass Sexualität eine Sache sei, die nur zur Fortpflanzung dient – das ist ja pervers. Sexualität ist eine wunderbare Sache der sozialen Harmonie, der Liebe, des Genusses. Da haben wir eingegriffen und es hat sich geändert – Männer akzeptieren mittlerweile, dass Frauen eigene Wünsche haben, und versuchen, darauf einzugehen. Jedenfalls mehr als früher.“

    http://diepresse.com/home/kultur/film/477818/index.do?_vl_backlink=/home/kultur/film/index.do

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