Anteilnahme am Unglücksort

Nachdem der zweite Vermisste Khalil G. an der Unglücksstelle des eingestürzten Kölner Stadtarchivs am 12.3. tot geborgen wurde, verändert sich die Emotionalität, mit der ich die weiteren Entwicklungen an der U-Bahn-Baustelle aus den Medien mitverfolge.

Aber mit eigenen Augen die Unglücksstelle zu sehen, wie heute, als ich zum zweiten Mal dort war, lässt mich erneut das schreckliche Ausmaß dieser Tragödie spüren.

Der Terminus „Schaulustige“ passt weder auf mich noch auf die anderen Menschen, die angesichts des Trümmerberges und im Wissen um das Geschehene meist verstummen und Anteil nehmen. Ein „Ausflugsziel“, wie der Kölner Stadtanzeiger titelte, ist dieser Ort wahrlich nicht, dies tut vielen Menschen Unrecht.

Es ist ein Ort des Gedenkens.

Mit dem Feund, mit dem ich zusammen unterwegs war, debattierte ich lebhaft auf dem Weg hin zur Severinsstraße – und auch nachher weiter auf unserem Weg zum Rhein, aber am Ort des Unglücks angekommen verstummten wir und gingen eigene Wege, wie bei einer Beerdigung und an einem offenen Grab.

Einige Eindrücke von heute in Bildern

Die Unglücksstelle am 15.3.2009

Die Unglücksstelle am 15.3.2009

Anteilnahme und viele Fragen

Anteilnahme und viele Fragen

Das Unglück rührt an alte Erfahrungen

Das Unglück rührt an alte Erfahrungen

Trauer

Trauer

Am Dienstag, 17.3.09 wird um 14.00 Uhr mit einer Trauerfeier im Gürzenich der Opfer des Stadtarchiv-Einsturzes gedacht.

Messpunkt für Gebäudebewegungen an der Pipinstraße

Messpunkt für Gebäudebewegungen an der Pipinstraße

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