Die Kirche im Komödienstadel

Aids als Strafe Gottes? Blogger Ondamaris greift heute die öffentliche Diskussion um Papst und Piusbrüderschaft auf. Da mag ich auch gerne meinen Senf dazugeben:

Das Menschenbild dieser Kirche(n) entlarvt sich als in weiten Teilen demokratiefeindlich: Es traut dem Menschen den rechten Umgang mit der Freiheit nicht zu. Diese Kirche(n) meinen, der Mensch würde in der Freiheit verloren gehen, versagen und untergehen, demzufolge müsse man ihn vor der bösen Freiheit schützen und ihm qua Autorität Kirche Gebote geben und Gehorsam abverlangen.

Die Polarität ist die zwischen persönlicher Freiheit plus Verantwortungsübernahme einerseits und Unterwerfung plus Verantwortungsdelegation an eine Institution andererseits.

Die Achse des Bösen verläuft also im Mauerwerk zwischen meiner Wohnung und der meiner Nachbarn, denn ich verkaufe meine Seele nicht an Fischer, die diese dann auf  ihrem Markte verhökern würden.

Da ist es nämlich ganz dumm gelaufen, wenn die selbstangemaßte Unfehlbarkeit sich irrt und man als gläubiger Mensch nur belämmert nach Rom gucken kann und das eigene Hirn die Welt nicht mehr versteht. Offensichtlich fängt das Hirn dann doch wieder an, SELBER zu denken, Denkfreiheit für sich zu reklamieren… ein interessanter Reflex von Autonomie, die dem Menschen trotz aller Bemühungen nicht auszutreiben ist.

In einem anderen Zusammenhang hatte ich ja auch schon mal getitelt: „Wer sich das eigene denken abnehmen lässt, mit dem ist es aus.“

Das ist schon ein schicker Komödienstadel, den wir hier auf der Erde veranstalten. Da halte ich es doch lieber mit der Gelassenheit.

Und verteidige vehement die Trennung von Kirche und Staat!

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