„Arbeit und Aids. Von der Panik, aufzufliegen…“

„Der Beruf gehört immer häufiger zum Leben mit HIV. Doch viele HIV-Positive werden von den Kollegen massiv diskriminiert.“ Drei Wuppertaler gaben der Lokalredaktion der Westdeutschen Zeitung ein Interview und berichten zum Welt AIDS-Tag 2008 über ihre Erfahrungen als Berufstätige mit HIV.

Zuvor hatte der Wuppertaler Arbeitskreis Welt-AIDS-Tag in einer Pressemitteilung „positiv arbeiten“ ins Blickfeld gerückt.

In einem früheren Blog: „HIV/AIDS in der Welt der Arbeit, ein Animationsfilm der DAH“ hatte ich das Thema Arbeit schon aufgegriffen.

Wenn auch 25 Jahre nach Auftreten von AIDS die Furcht vor Diskriminierung immer noch so gross ist, – und sich dies besonders am Arbeitsplatz auswirkt – ist die Frage berechtigt, ob die derzeitige „Stigmatisierungsprävention“ nicht versagt hat und neu gestaltet werden muss. Die bisherigen Strategien, um Diskriminierung und Stigmatisierung von Menschen mit HIV und AIDS vorzubeugen, gehören auf den Prüfstand und bedürfen einer kritischen Revision.

Nur wo kann und sollte diese Debatte geführt werden?

Gerade angesichts einer zunehmenden Zahl von Menschen, die dank wirksamer Therapien mit ihrer HIV-Infektion erwerbstätig bleiben wollen und werden, besteht aus meiner Sicht wachsender Handlungsbedarf.

Die Prävention von Neu-Ansteckungen und die Prävention von Neu-Stigmatisierung gehören untrennbar zusammen.

3 Antworten zu „Arbeit und Aids. Von der Panik, aufzufliegen…“

  1. alivenkickn sagt:

    stigmatisierungsprävention? Wo – von wem initiiert?

    Um gegen Diskriminierung und Stigmatisierung von Menschen mit HIV und AIDS vorzugehen bedarf es imo der Vermittlung dessen

    Was Stigma ist und – welcher Bildsprache sich Stigmatisierung bedient – wie Stigma zum Ausdruck gebracht wird.

    http://alivenkickn.wordpress.com/2008/09/01/hiv-aids-metaphern-und-stigma/

    Hier liegt einer der primären Aufgaben – die Bewußtmachung das viele der Menschn mit HIV und AIDS zugedachten Vorurteile aufzuzeigen das sie einer Vorstellugn und nicht der Realität entsprechen. Ich pers erlebe es immer wieder in Gesprächen wenn ich am Ende eines Gespräches so beiläufig erwähne das ich HIV positiv bin. Ich – äußerlich lebendene 104 Kilo – ein Bild abgebend das eher mit einem amerikanischem Junk Food Junkie in Verbindung gebracht wird als mit einem HIV positiven Menschen.🙂

  2. […] 05.12.08: Arbeit und Aids. Von der Panik aufzufliegen…“ […]

  3. […] häufig auch für Menschen mit HIV eine große und manchmal überfordernde Kraftanstrengung, ihre HIV-Infektion am Arbeitsplatz aus Angst vor den bedrohlichen Reaktionen ihrer Mitmenschen zu […]

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