Ich: termabox

HIV war für mich als schwuler Mann schon Thema, bevor ich 1990 meine eigene HIV-Diagnose bekam. „Bescheid wissen“ reicht eben nicht alleine, um eine Ansteckung mit HIV zu vermeiden. Damals glaubte ich, in wenigen Jahren zu sterben. Wenige Monate nach der HIV-Diagnose habe ich meine Arbeitsstelle gewechselt und bin seitdem bei einer regionalen AIDS-Hilfe angestellt. Von Anfang an wollte ich „HIV ein Gesicht geben“ und jedem den Zahn ziehen, dass man es jemandem ansieht, ob er/sie HIV-positiv ist.

Mir ist es wichtig, HIV-Positiven Mut zu machen – wie in meinem Blog „Das P von Proud“ - und sie zu einzuladen, den Kontakt zu Positiven-Netzwerken zu suchen. Solidarität unter HIV-Positiven zu leben ist nicht immer einfach, der Zusammenhalt tut aber gut. Dass HIV-Positive in der öffentlichen Diskussion über HIV mitreden, ist mir ein sehr großes Anliegen.

Meinen ersten Blog „Altes AIDS – neues AIDS“ habe ich am 30. September 2007 auf der Welt-AIDS-Tags-Kampagnenseite gepostet. Diese Kampagnenseite war 2007 erstmals interaktiv gestaltet und ich nutzte die Gelegenheit, erste Blogerfahrungen zu sammeln. Die Kampagnenseite war ein Gemeinschaftsprojekt der Deutschen AIDS-Hilfe (DAH), Deutschen AIDS-Stiftung (DAS) und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Die Administration der Seite bzw. des Blogs lag bei der BZgA. Zwei Tage nach Veröffentlichung meines letzten Blogs „Wer das eigene Denken aufgibt, mit dem ist es aus…“ am 13.7.08 war mein Adminzugang in den Blog gesperrt, wenige Tage später, Mitte Juli 2008, waren alle Texte von mir und anderen Bloggern komplett gelöscht. Eine Beteiligung von Menschen mit HIV hatte man sich offenbar anders vorgestellt.

Nun, es geht auch anders, und hier bin ich zurück :-)

Mir ging es und geht es weiterhin darum, eigene Gedanken und Sichtweisen und eigene Erfahrungen von mir und anderen im Leben, und auch besonders im Leben mit HIV auszudrücken und mitzuteilen..

Der Name Termabox ist entstanden auf Grund der Erfahrungen, dass meine Texte plötzlich abgeschaltet waren. Unter einem Terma werden im Buddhismus geistige Schätze oder wertvolle Gegenstände verstanden, die ein weiser Gelehrter in weiser Vorausschau als Schriftstück vervielfältigte, in die Welt verstreute und an vielen Stellen im Erdreich, in Höhlen oder auch als Wissen in anderen Menschen verstecken ließ, damit sie später, wenn sie gebracht werden, wieder entdeckt werden können zum Nutzen und Wohl aller Wesen.

Direkter Kontakt zu mir ist auch per Email möglich:

termabox (at) web (dot) de

7 Antworten zu „Ich: termabox“

  1. alivenkickn sagt:

    Willkommen zurück Sensei . . . . :)

    Schön wieder von Dir zu lesen

    LG Dennis aka alivenkickn

  2. termabox sagt:

    Jepp, Alles Gute findet sich wieder zusammen :-)

  3. rotegraefin sagt:

    Noch ein Mitdenker und Mitstreiter für das eigene lebendige Leben und Denken. Sehr schön!
    Zum Glück gibt es Ausweichmöglichkeiten. Jetzt gilt es nur noch zu erreichen, dass sich die Holzköpfe gegenseitig einhauen. ;)

  4. termabox sagt:

    @ rotegraefin:

    Dass sich „Holzköpfe gegenseitig einhauen“ (??)entspricht nicht meiner Vorstellung einer lebendigen Demokratie.

  5. rotegraefin sagt:

    Ach so und was schreibst Du zum Papst? Benimmt der sich nicht Holzkopf mäßig?
    Ich empfehle Dir einmal das Märchen vom tapferen Schneiderlein zu lesen.

  6. termabox sagt:

    Du kennst mich nicht und bist sehr schnell mit Empfehlungen. Soso…

  7. rotegraefin sagt:

    @thermabox
    Ich muss keinen Menschen in und auswendig kennen um eine natürliche Empfehlung aussprechen. Nimm es als gut gemeint hin und vergiss es wenn Du willst.
    Die Demokratie die lebendig ist, die gibt es hier nicht und die hat es noch nie gegeben.
    Die Mauern in unsern Köpfen müssen erst einmal erkannt werden bevor die fallen und gesunde Grenzen möglich sind.
    Ich weiß von jedem Menschen, den ich treffe, dass ich Gottes Ebenbild treffe, mehr brauche ich nicht zu wissen. Alles andere ergibt sich daraus.

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